Unsere Forderungen

Games Baden-Württemberg e.V. setzt sich aktiv für bessere Rahmenbedingungen der Gamesbranche in Baden-Württemberg ein. Diese Forderungen richten sich an die Landesregierung und die zuständigen politischen Entscheidungsträger.

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Wir stehen gemeinsam mit der Branche

Als Games Baden-Württemberg e.V. unterstützen wir ausdrücklich alle 10 Forderungen des game – Verband der deutschen Games-Branche e.V. an die Bundespolitik. Die nachfolgenden Positionen ergänzen diese um landesspezifische Themen, die für den Standort Baden-Württemberg von besonderer Bedeutung sind.

01

Ausbau der Games-Förderung für Projekte und Gründende

Baden-Württemberg hat das Potenzial, sich als führender Games-Standort in Deutschland zu etablieren – vorausgesetzt, die Förderstrukturen halten mit dem Wachstum der Branche Schritt. Wir fordern eine strukturelle und finanzielle Stärkung der Games-Förderung, die insbesondere jungen Studios und Gründenden echte Perspektiven eröffnet:

  • Zuschüsse statt rückzahlbarer Kredite Analog zu den erfolgreichen Fördermodellen in Berlin und Bayern sollte die Games-Förderung in Baden-Württemberg als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausgestaltet werden. Nur so können junge Studios und Start-ups das notwendige Kapital einsetzen, ohne von Beginn an unter der Last von Rückzahlungsverpflichtungen zu stehen.
  • Schließen der Förderlücke unterhalb der Bundesförderung Die Bundesförderung greift erst ab einem Förderbedarf von 300.000 Euro – eine Hürde, die viele kleinere Projekte und Neugründungen von vornherein ausschließt. Das Land muss diese strukturelle Lücke durch eine gezielte Landesförderung schließen, die auch kleinvolumige, aber hochinnovative Vorhaben unterstützt.
  • Aufstockung des Fördervolumens Der gestiegene Bedarf in Kombination mit einer reduzierten Bundesförderung macht eine deutliche Erhöhung des Landesfördertopfes unumgänglich. Nur mit ausreichenden Mitteln kann Baden-Württemberg seine Rolle als attraktiver Games-Standort langfristig sichern.
  • Verlässliche Verstetigung der Förderung Planungssicherheit ist für Entwicklerstudios und Gründer:innen unverzichtbar. Die Games-Förderung muss daher dauerhaft und verlässlich im Landeshaushalt verankert werden – als klares Signal, dass die Politik die Branche als strategisch wichtigen Wirtschaftszweig begreift.
02

Branchenentwicklung & Anerkennung

Die Gamesbranche ist längst mehr als Unterhaltung – sie ist Kulturgut, Wirtschaftsfaktor und Innovationstreiber zugleich. Wir fordern, dass Politik und Öffentlichkeit dies entsprechend anerkennen und aktiv gestalten:

  • Deutschen Computerspielpreis nach Baden-Württemberg holen Der Deutsche Computerspielpreis ist die wichtigste Auszeichnung der Branche im deutschsprachigen Raum. Die Landesregierung sollte sich aktiv dafür einsetzen, den DCP perspektivisch in Baden-Württemberg auszurichten – als starkes, sichtbares Bekenntnis zur Bedeutung der Gamesbranche im Land.
  • Gemeinnützigkeit des Esports anerkennen Esports-Vereine leisten wertvolle gesellschaftliche Arbeit – von der Nachwuchsförderung bis hin zu inklusiven Vereinsstrukturen. Die Landesregierung sollte sich auf Bundesebene nachdrücklich für die rechtliche Anerkennung der Gemeinnützigkeit von Esports-Vereinen einsetzen, um ehrenamtliches Engagement dauerhaft zu stärken.
  • Games als eigenständigen Wirtschafts- und Kulturfaktor begreifen Die Gamesbranche muss endlich als das anerkannt werden, was sie ist: ein eigenständiger Wirtschaftsfaktor mit erheblichen Spillover-Effekten in Bereiche wie Automotive, Gesundheit, Bildung und Simulation. Eine starke Kernbranche ist die Voraussetzung dafür, dass diese Potenziale entfaltet werden können. Der politische Fokus muss daher darauf liegen, Games-Produkte aus Baden-Württemberg international wettbewerbsfähig zu machen.
03

Stärkung von Vernetzung und Sichtbarkeit

Eine lebendige Branche lebt vom Austausch – zwischen Studios, Talenten, Investoren und der Politik. Damit dieser Austausch gelingen kann, braucht es verlässliche Strukturen und ausreichende Mittel:

  • Nachhaltige und verlässliche Finanzierung der MFG für Branchenevents Die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg ist ein zentraler Akteur für die Sichtbarkeit der Gamesbranche im Land. Um ihrer Rolle gerecht werden zu können, benötigt sie eine nachhaltige, mehrjährig gesicherte Finanzierung für die Organisation branchenspezifischer Events, Messebeteiligungen und Netzwerktreffen. Projektbezogene Einzelfinanzierungen reichen nicht aus – es braucht strukturelle Verlässlichkeit, die echte Planung und Wirkung ermöglicht.
04

Aufbau und Förderung dedizierter Games-Hubs

Physische Orte der Begegnung sind für die Branche unverzichtbar – als Kreativräume, Netzwerkorte und Anlaufstellen für Gründende. Baden-Württemberg braucht mehr solcher Strukturen:

  • Weitere Games-Hubs im Land schaffen Nach dem Vorbild des „House of Games" in Berlin sollten auch in Baden-Württemberg weitere physische Anlaufstellen für die Branche entstehen – Orte für Co-Working, Vernetzung, Veranstaltungen und Weiterbildung. Das bestehende Kokolores in Karlsruhe ist ein wichtiger Anfang, kann aber den wachsenden Bedarf allein nicht decken.
  • Bestehende und neue Hub-Initiativen gezielt fördern Die Landesregierung sollte lokale Initiativen, die sich für den Aufbau regionaler Games-Hubs engagieren, aktiv finanziell und organisatorisch unterstützen. Ziel ist ein dezentrales, aber gut vernetztes Ökosystem, das Talente und Studios in der Fläche des Landes stärkt – von Freiburg über Stuttgart bis nach Mannheim und Ulm.

Gemeinsam für eine starke Games-Branche

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